Monatliches Archiv: August 2008

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Warum ich Sigur Ros live nicht gut fand…

… und daf?r ?lafur Arnalds am gleichen Abend (sowie zwei Wochen sp?ter) umso unglaublicher war, erkl?rt der werte Herr aus Island fast selbst in folgenden Zusammenschnitt eines Live Videos.


YouTube Direktnummer

Sigur R?s haben sehr gut gespielt, sie sahen toll aus in ihren d?mliche Kost?men, ihre Roadies haben super Arbeit f?r sie geleistet, jeder fand sie einzigartig auch wenn sie v?llig l?cherlich waren. Was ihnen gefehlt hat war einfach die “nice atmosphere” wie ?lafur das beschreibt. F?r mich war und ist (trotz Tracks wie Gobbledigook) Sigur R?s keine Rock Band. Da interessiert mich auch dieses unpassende Post Rock Label nicht.

Mir gef?llt ein Abend nunmal nicht, wenn in einem voll bepackten Palladium hinter mir drei Leute gleichzeitig in meinen kalt-verschwitzten Nacken atmen, die Tussis vor mir nur rumquieken und irgendwer in meiner N?he immer wieder einen fahren l?sst.

W?re das ein Metallica Gig h?tte ich ?berhaupt kein Problem mit der Sachlage. Bei einem Metallica Gig w?re das Ganze einfach standard. Aber mit einer alles andere als authentischen Band f?r die ich verh?ltnism??ig viel Geld bezahlt habe und bei der ich mir das Ganze einfach anders vorgestellt habe, ist Atmosph?re das letzte, was aufkommt. Bei mir zumindest.

(Last.fm wird ?brigens zum zweiten YouTube.)

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Darf ich?

Gegen kurz irgendwie nach 18:00 Uhr und viel zu fr?h vor Feierabend sitze ich mit meinem Chef in seinem B?ro. Seit einigen Tagen liegt die Klickrate der aktuellen Kampagne seiner Meinung nach ungewohnt tief und nach ein wenig Hinundher einigen wir uns darauf, dass ich mich darum k?mmere sobald ich aus Spanien zur?ck bin.

Dann ert?nt der gr??liche Klingelton seines PDA, er entschuldigt sich und geht dran. Es meldet sich eine Frauenstimme durch den Vielzulautsprecher des Handys.

Sie: “Kommst du heute noch zu mir?”

Er: “Ja, so ab 8 Uhr…”

Sie: “Bleibst du dann auch?”

Er: “Ja.”

Sie: “Die ganze Nacht?”

Er: “Ja.”

Sie: (verrucht) “Darf ich dann auch deinen Schwanz in den Mund nehmen?”

Er: (v?llig irritiert) “?hm… ja.”

In diesem Moment k?mpfe ich mit mir die bisherigen Weltkriege nochmals aus. Aber dieses Mal gibt es nur zwei Positionen: Komplettes Losprusten oder eisgek?hlte Diskretion. W?hrenddessen verl?sst mein Chef sein B?ro. Seine Gespr?chspartnerin schien gerade zur n?chsten Frage anzusetzen.

Er: (lachend) “Entschuldige, da h?rt gerade ein Kollege mit… Warte mal…”

Ich schaue mir die aktuellen Klickzahlen nochmals an und warte ohne jegliche b?se Gedanken. Und es dauert nicht lange bis mein Chef von seinem sicherlich interessantem Gespr?ch auf dem Flur zur?ckkehrt.

Er: (l?chelnd) “Der Abend ist wohl gerettet.”

Ich: “Wohl wahr…”

Seit ein paar Stunden renne ich also mit einem Dauerl?cheln durch die Gegend und Tr?ume davon irgendwann auch mal Chef zu sein.

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Gen Nirgendwo

Ihre Gesichter erinnern dich daran, was du alles verkackt hast. Eine gro?e Nadel sticht in deinen Hinterkopf, wenn du sie siehst. Wenn du dich nicht traust ihnen in die Augen zu blicken, auf deine F??e starrst und dir viel zu oft im Haar herumfummelst. Diese Begegnungen kosten ?berwindung und die Dialoge verlaufen schnell irgendwo im Treibsand der Beil?ufigkeit. Der Schmerz zieht w?hrenddessen deinen Nacken hinunter. Du frierst bei 22 ?C im Schatten und suchst die schnellste Route aus der Konfrontation gen Nirgendwo. Du hast Angst.

Immer wieder hast du F?nfe gerade sein lassen. Warum auch um etwas k?mpfen, wenn der Status Quo, doch ganz okay ist? Wozu solltest du dich bem?hen, wenn alles einfach so seinen Lauf nimmt? Dieser heimliche Egoismus, das beil?ufige Wegdenken, die unbewusste Ignoranz. Das ist doch alles ganz praktisch, wenn du dich dadurch nicht mit dir und deiner Welt besch?ftigen musst. Es kann alles so einfach sein, wenn man es mal eben so wegignoriert, oder?

Ihre Stimmen erinnern dich daran, was du an deinem Leben vermisst. Trotzdem w?rdest du am liebsten nicht zuh?ren. Vielleicht sp?rst du dann keinen Schmerz. Anstatt etwas von ihnen zu erfahren, suchst du lieber nach etwas Langeweile, damit du nicht nachdenken musst. Damit du das Kopfkino abschalten kannst. Was w?re wenn ist n?mlich einer der ?rgsten Feinde und er studiert immer eine neue Geschichte ein, wenn du ihn nicht abw?rgst. Du frierst bei 22 ?C im Schatten und suchst die schnellste Route aus der Konfrontation gen Nirgendwo. Du hast Angst.

Du hast die Dinge ihren Lauf gehen lassen. Die haben nun mal ihren eignen, oder? Als wenn da eine insgeheime Bestimmung, ein unbewusster Verlauf im Leben, so was wie Schicksal w?re. Doch an so etwas glaubst du nicht. Das hast du nie getan.
Die Tatsache, dass du verantwortlich f?r deine Nicht-Taten bist, vergisst du lieber. So ganz nebenbei, doch nie ganz. Denn immerhin sprichst du ab und an mit dir selbst und schaffst es von ganz allein zu erkennen, was f?r ein Arschloch du eigentlich bist. Selbst dein Versuch die Tatsache k?nstlerisch zu umschreiben scheitert auf ganzer Linie. Spar dir also deine l?cherlichen Ausreden. Die Angst bleibt.

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Ein paar Sachen, die du wissen solltest


YouTube Direktsprichwort

Dieses Video ist definitiv eine Unterbrechung der dauerhaften Langeweile und Abwesenheit des Autors in diesem Blog wert. Denn diese Sache sollte wirklich jeder wissen.

(via)

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Die Ferien sind Montag am Ende. Deswegen bin ich bis dahin nochmal kurz in den Niederlanden. Wir sehen uns.

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Rita die Kuh

Dies ist die Kuh zu jenem Eintrag. Fotos von Ju und mir. Sie hat eindeutig die besseren geschossen. Super Sache.

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