Monatliches Archiv: September 2008

Anspruch und Inspiration

Als ich vorhin das lokale Punkrock-Mekka in Form einer Kneipe in einem alten Bahnhofsgeb?ude (KuBa statt Kaba und mangels eines angeblichen heiligen Meteoriten gibt es eine Theke) betrat, um dort Flyer auszulegen und f?r dieses Event ein Plakate aufzuh?ngen, war die erste Reaktion einer zuf?llig anwesenden Freundin: “Das sieht aber nicht sehr ansprechend aus…”

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Deswegen lasse ich mich das n?chste Mal einfach hier inspirieren.

(via)

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Auszug aus einer E-Mail (2)

Heute ist die Quelle eine Anfrage in Form elektronischer Post f?r ein Lizenzsystem unserer Firma.

Sehr geehrte Damen und Herren,
bitte schicken sie mir weitere Info?s zu.
Mit freundlichen Gr??en
XXX

Ein klassisches Beispiel f? den Idiotenapostroph, oder? Besser geht es kaum mehr. Tztz…

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Warte mal, drei Blogeintr?ge an einem Tag? Es geht bergauf! Da fehlen nur noch Fotos, oder?

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Nennt mich Dr. Psychofolk

Da ich nun endlich wieder CDs h?ren kann, h?re ich gerade die Mix CD, die ich damals von dem Typen auf der Woyzeck Auff?hrung im Kulturbahnhof bekommen habe. Auf der Cd ist nur Wozzeck zu lesen und eine kleine Tracklist war im Kunststofft?schchen dabei. Linda Perhacs verabschiedete sich gerade, nun l?uft Susan Christies “No One Can Hear You Cry” und ich muss neben der Tatsache, dass ich ein Riesenfan von solch Konstruktionen mit drei Satzteilen -Shit, jetzt ist es gar keine mehr- bin, zugeben, dass es rein mixtapem??ig kaum bessere Momente gibt. Die beiden Tracks passen zusammen wie Toto und Harry, Ash und Pikachu, Ketchup und Mayonaise. Hah! Wieder drei Satzteile. Gerade lief Dusty Springfield und ich gebe zu:

Liebe CD,

ich habe dich vermisst!

In Ehrfurcht

Dein Dr. Psychofolk

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Auszug aus einer E-Mail

Gerade kam eine lang erwartete, versp?tete und dann doch uninteressante E-Mail herein. Anonymisiert und gek?rzt liest sich das in etwa so:

Hallo Daniel, XY und SZ,
wie versprochen schicke ich Euch die letzten Infos f?r den XXX am kommenden Samstag.
Wenn Ihr noch Fragen habt, k?nnt Ihr ich in Vertretung von XXX unter der Tel.-Nr.: XXX oder unter Email: XXX erreichen.

Bis Samstag

lieben Gru?

XXX

Beim Betrachten der beigef?gten Anh?nge habe ich keine Fragen. Eher gesagt habe ich dringende Empfehlungen, die aus diesen zwei Screenshots ersichtlich werden:

Okay, f?r die Bl?den: Never ever Comic Sans in Briefen, Dokumenten oder sonst irgendwo. Diese Schriftart ist der Teufel! Diese Schriftart steht auf einer Stufe mit den besten und lustigsten Diktatoren dieser Welt! Ich l?ge nicht! Malcolm erst recht nicht!

Au?erdem: Anstatt im Anhang das (nach dem Lesen der E-Mail sinnlose) Serienbriefformular zu packen, sollte ?berlegt werden wie dieses PDF Dingsbums funktioniert. Ist das so schwierig? Gerade als Amt sollte man sich angew?hnen keine Originaldokumente zu verschicken, oder? Ups, jetzt hab ich fast verraten woher der Wisch kommt. Tut mir aber Leid. NICHT!

(Was am Samstag ist, verrate ich noch!)

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Katze auf der Pirsch


YouTube Direktkatzencontent

(via)

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This is gro?artig!

Es wurde tats?chlich Zeit sich mal wieder unter Menschen zu begeben, zu feilschen und komische Verk?ufer mit heiseren Stimmen beim Herumbr?llen zuzuschauen. Bei dem eisig sch?nen Wetter heute morgen war die Motivation doppelt und dreifach vorhanden und so ging es mit dem Auto schnellstens auf den n?chsten Tr?del nach D?ren.

Da war noch nicht viel los und es sah ganz danach aus als w?re die Belegschaft noch im Halbschlaf unterwegs. Keine Stunde verbrachten wir auf dem kleinen Flohmarkt zwischen fast antikem Tr?del und den langweiligen Anh?ufungen von Billigclogs und Handytrash.

F?r uns bedeutete die darauf folgenden Ratlosigkeit dar?ber, was mit dem Rest des Tages anzufangen sei, nur eine Fahrt ?ber die Autobahn nach Aachen. Genau genommen war Aachen West bzw. das Aachener Uniklinikum das Ziel und nach mehrmals falsch genommener bzw. verpasster Auffahrten gelangten wir irgendwann zur H?rn, um dort unser Gef?hrt abzustellen.

Hier sah das Geschehen schon v?llig anders aus. Weniger gewerbliche Verk?ufer und damit umso mehr liebevoll zusammengetragenen privaten Tr?del. Fast schon antike Vasen, Kinderspielzeug, Kleidung aus zweiter Hand, Sitzgarnituren, Schatztruhen voller Schnick Schnack machten den Aachern Tr?del zu einem Mekka f?r interessierte Sammler und Messis. So viel dazu.

Ich kam dann mit einem neuen CD Deck (Sony CDP-270), einer SX-70 (f?r nur 3?), der Legend LP von Bob Marley und der Thumbnail LP (Beherrschung war angesagt) wieder zur?ck nach Hause. Bis jetzt ein gro?artiger Tag…

(Die Lernerei f?r die Matheklausur am Dienstag, die nun ansteht, blende ich weiterhin aus dem Fazit aus…)

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Endlich wieder Punkrock!

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Brauche Mitleid! Jetzt!

Seit Montag verweile ich nun schon im spanischen Touristenmekka Callela. Das liegt irgendwo bei Barcelona und ist trotzdem nicht ganz Lloret de Mar. Auch nicht wirklich Costa Brava. Vielleicht ist das auch besser so, denn hier laufen schon ausreichend komische Gestalten herum. Ich nenne hier nur das Stichwort “betrunkene englische Teenies” oder denke an Menschen, die sich den “Mullet” (Erinnert sich wer an die Szene aus Jackass in der Jeff Termaine dran glauben musste?) ernsthaft schneiden lassen und dann denken sie seien akzeptiert. Die Bild beschreibt derartiges sicherlich mit begriffen wie “Hemmungsloe Partyjugend”. Ich enthalte mich einer Beschreibung.

Dennoch ohne herum zu meckern: Diese Leute nerven. Zuletzt torkelten zwei dieser Gestalten in irgendeiner Disco auf mich zu bis auf einmal vier stinkende Pranken in mein Gesicht langten, um meine Brille aus diesem zu entfernen. Mein erster Gedanke war ganz klar: WTF? Der zweite war noch viel klarer: Fuck Off! So schlug ich die Arme weg, die ich immer noch keinen defintiven Gesichtern zuordnen konnte, und setzte mich wieder an die Bar. Im Sinne der “gesitteten Partyjugend” brauchte ich nicht nur ein Bier.

Der bisherige Aufenthalt erwies sich also als durchaus anstregend, da dieser Ort eigentlich nur dazu da ist um sich zu betrinken. Somit schrumpft die effektive Schlafenszeit auf ein Minimum. Die Situationen in denen man zu viel Scheisse labert ohne es zu merken haben Hochkonjunktur.

Allerdings hat das Ganze meinerseits ein vorzeitiges Ende, da ich es aus bei einem immer noch nicht aufgedeckten Ereignis geschafft habe mir eine miese fiese Schwellung am Quadtratlatschen (warum ich hier nicht Fuss oder Knoechel sage, erfahren Sie am Ende des Eintrags) einzufangen, sodass der nette Arzt mir ein bis zwei Tage Bettruhe im Hotel verschrieben hat. Diese Aussage kostete mein frisch bepacktes Konto mal eben 100?. Gleichzeitig verpasse ich durch die einfallsreiche Diagnose einer Muskelzerrung (auf jeden Fall keine Stauchung) heute sogar eine Weingutsbesichtigung. Stattdessen erlebe ich einen Tag an dem ich wahrscheinlich die komplette “Per Anhalter durch die Galaxis” Reihe durchlesen werde. Das zum Thema Wermutstropfen.

Dennoch brauche ich von jedem, der das hier durch Zufall lesem sollte, Mitleid. Am besten schriftlich innerhalb der letzten 7 Minuten Guthaben, die ich noch an diesem komischen Internetautomaten habe. Ansonsten ebenso schriftlich an die 00491789223491 oder einfach gedanklich :)

(Hah! Dieser Eintrag kommt komplett ohne Aeeee, Oeeee, Eszett oder Ueeehhh aus. Das soll mir erstmal jemand nachmachen!)

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