


Okay, ich könnte mich nun viele viele Absätze in möglichst theoretischen Verwirrungen und einem zu hohen Gebrauch an Fremdwörtern über den Sinn und Wahnsinn des Internets auslassen, aber ich lasse es. Stattdessen mal eine Geschichte aus dem realen Leben, eine Geschichte von mir.

Es ist gar nicht lange her, dass der werte Herr Hoizge über Twitter einen pikanten Tweet an seine Followerschaft twittert in der ich mich ergebener Weise ebenfalls befinde. So las ich diesen Tweet. Und um das Setting ein wenig zu erklären bevor es weiter geht: Es war einer dieser langweiligen verprokastrinierten Nachmittage an dem ich schon früh damit begann mal weider die einschlägigen Mailorder nach dem Prinzip “Kauf dich glücklich!” zu durchsuchen.
Ich besuchte den von Hoizge getwitterten Link und darauf den entsprechenden Blogeintrag bei Michael, war total baff über die Kombination von Eigenschaften der angebotenen Ware und dem dazugehörigen Preis und traute erst ein Mal meinen Augen nicht. Ohne Scheiss. Macbook, sehr guter Zustand und so weiter und sofort und solch ein Preis. Da musste ein Haken sein. Und so schrieb ich in kürzester Zeit einen Kommentar unter den Post in Michaels Blog, einen Reply bei Twitter und letztendlich auch ein paar Mails. Es stellte sich nach der netten Kommunikation mit Michael via Mail heraus: Da scheint kein Haken zu sein.
So kam eins zum anderen. Wir machten den Deal noch am gleichen Tag, ich überwies das Geld und wartete seitdem darauf, dass das Ding endlich hier ankommt. Heute war es dann soweit. Neben der Tatsache, dass ich herumkränkele wie sonstwas: Oh, Happy Day!
Das Macbook ist tatsächlich im angepriesenen Zustand, hat sogar eine beleuchtete Tastatur, obwohl dazu nichts angegeben war und die soweit ich mich entsinne nicht serienmäßig bei dem Modell vorhanden war, und Michael war so nett eine Burning Love Tasche dazuzulegen.
Doch warum sollte man nun das Internet lieben? Ich denke, die Frage ist einfach zu beantworten: Ohne Twitter keine Tweets und ohne Blogs kein Privatverkauf. Ohne Menschen, die sich für das ganze Ding begeistern, wäre der Verkauf schlichtweg nicht möglich gewesen.
Blah blah. Genug Geschwafel. Ich gehe nun zum Drogeriemarkt meines Vertrauens, damit dessen Fotodienst meinen nächsten Farbfilm entwickelt.















Als wir das hohe Venn bzw. die belgische Grenze vor ca. einem Jahr besuchten, sah es dort lange nicht so grün und herbstlich aus wie in diesem Jahr. Ganz im Gegenteil: Damals lag Schnee. Das hier sind sage und schreibe 13 14 Bilder von einem mit der Canon TX (+50mm as usual) vollgeknipsten und auf 400 ASA gepushten Fuji Superia. Ich finde die Fotos super und sie geben die Stimmung unseres Spaziergangs bzw. die Stimmung im Wald sehr gut wieder, sodass ich direkt dorthin zurück will, um weitere Fotos zu machen.
Den Film hatte ich zuvor im örtlichen “Fotofachgeschäft” aka Photo Porst gekauft, wo uns der unfreundliche, dazu inkompetente und auch noch altkluge Typ auf Grund der Nachfrage, was die Entwicklung denn bei ihm so koste und ob er das dann auch zu CEWE schicken würde, fast eine halbe Stunde lang erklärte, dass sein Papier premiumer sei als bei DM (obwohl ich das nicht wissen wollte), dass CEWE ja Verbrecher und Betrüger sind und dass uns der Monitor tagtäglich belügt und so weiter und sofort. Wollte ich nur ein mal erwähnen, um folgendes zu schlussfolgern: Lasst den Typen in Friede irgendwann seinen Laden zu machen und geht vorher bloß nicht dorthin.

Nichts großartiges ist passiert und das Leben nach der Arbeit langweilt zutiefst. Zwischen Müdigkeit und Unternehmungswillen herrscht alles andere als Einigkeit. Herumsitzen, Fernsehen, Internet, mal was zu Essen machen und die To-Do Liste in den Mülleimer werfen. Aus dem Fenster schauen macht den Anschein eine attraktive Beschäftigung zu sein, obwohl es gleich sowieso dunkel wird. Das Internet bietet zu viel, anstatt dich ordentlich zu unterhalten, das Fernsehen ist das Fernsehen, zu viel Essen ist nicht gesund und die Dinge auf dieser dämlichen Liste sind dämlich. An allen Ecken und Enden ruft dennoch etwas danach getan zu werden. Alles ist gräßlich und grau: Die Platte zu oft gehört, das Buch schon ein Mal gelesen und die Schuhe erst letzte Woche geputzt.
Irgendwie ist alles wie immer und trotzdem schlimmer als sonst, weil der Antrieb fehlt mal etwas daran zu ändern. Festgefahren im Selbstmitleid. Nachdem man dann stundenlang leidige Gedanken hin und her gewälzt hat, kommt die Einsicht: Das ist der Zustand und du darfst ihn selbst ändern. Viel Spaß!
Und plötzlich ist alles wieder toll. Du begeisterst dich für die neue Band, freust dich für deine Freunde oder Fremde und findest die neue Folge dieser oder jener Serie besser als die letzte. Du beginnst damit dich an die dämliche Liste zu trauen, streichst etwas durch, schreibst etwas dazu. Tatsächlich machst du etwas und liebst es. Dämlich scheint gestern gewesen zu sein.
Zum Ende klingt der Tag wie das Theme aus Vergiss mein nicht.
Auf der Suche nach einer Beschäftigung durch die ich noch in dieser Woche die Stadt beründet verlassen kann nach dem nächsten guten Konzerttermin neben Efterklang morgen im Kulturbunker schaute ich mal bei Last.fm vorbei und da strahlte mich dieser Termin mit Alcoholic Faith Mission und Periscope im Motoki Wohnzimmer an. Das wirkte doch sehr interessant und ich besuchte mal die MySpace Seite der mir bis dahin unbekannten Alcoholic Faith Mission auf. Dort hörte mir kurz den Track “Nut In Your Eye” an worauf aus Interesse Begeisterung war. Also werde ich meinen Freitagabend wohl dort verbringen.
Aber nun zur Musik: Wenn man mal wieder eine sinnfreie Genrebeschreibung verlangen sollte, bevor ich sich die Band anhört, würde wohl Singer/Songwriter/Shoegaze/Indietronic zwischen den Adjektiven süß, verschroben und poppig irgendwie passen. Versucht euch ruhig an einer Wortneuschöpfung.
Die Band bestand ursprünglich aus den zwei dänischen Gitarristen Thorben Seierø Jensen and Sune Sølund, die 2006 in New York landeten, sich Alcoholic Faith Mission nannten und beschlossen ein Album in ihrem kleinen Kopenhagener Schlafzimmer aufzunehmen. So entstand “Misery Loves Company” und, ihr glaubt es kaum, zwei Jahre später tauchten sie wieder in Brooklyn auf, waren plötzlich zu fünft und namen das zweite (grrrroßartige!) Album “421 Wythe Avenue” auf. So viel zur spektakulären Geschichte. 2009 waren sie schon ein Mal auf Deutschlandtour und nun geht es in die zweite Runde. Seht euch also in Ruhe mal die Daten bei MySpace an.








Die Schnapschüsse der letzten Monate aus zwei Schwarzweißfilmen: Nebel beim Zivilehrgang auf dem Ith in Holzen, Ju, Kleinstadttristesse, Treppenhaus, Besuch im Ludwig Forum zu Aachen, Schwesterherz und ich in Köln. Alles habe ich mit einer Canon TX und einem Canon 50mm f/1.4 oder einem Soligor 28mm f/2.8 auf Agfa APX400 geschossen. Ich glaube mindestens einen von den beiden Filmen habe ich auf 800 ASA gepusht. ‘Nuff said.