
Nichts großartiges ist passiert und das Leben nach der Arbeit langweilt zutiefst. Zwischen Müdigkeit und Unternehmungswillen herrscht alles andere als Einigkeit. Herumsitzen, Fernsehen, Internet, mal was zu Essen machen und die To-Do Liste in den Mülleimer werfen. Aus dem Fenster schauen macht den Anschein eine attraktive Beschäftigung zu sein, obwohl es gleich sowieso dunkel wird. Das Internet bietet zu viel, anstatt dich ordentlich zu unterhalten, das Fernsehen ist das Fernsehen, zu viel Essen ist nicht gesund und die Dinge auf dieser dämlichen Liste sind dämlich. An allen Ecken und Enden ruft dennoch etwas danach getan zu werden. Alles ist gräßlich und grau: Die Platte zu oft gehört, das Buch schon ein Mal gelesen und die Schuhe erst letzte Woche geputzt.
Irgendwie ist alles wie immer und trotzdem schlimmer als sonst, weil der Antrieb fehlt mal etwas daran zu ändern. Festgefahren im Selbstmitleid. Nachdem man dann stundenlang leidige Gedanken hin und her gewälzt hat, kommt die Einsicht: Das ist der Zustand und du darfst ihn selbst ändern. Viel Spaß!
Und plötzlich ist alles wieder toll. Du begeisterst dich für die neue Band, freust dich für deine Freunde oder Fremde und findest die neue Folge dieser oder jener Serie besser als die letzte. Du beginnst damit dich an die dämliche Liste zu trauen, streichst etwas durch, schreibst etwas dazu. Tatsächlich machst du etwas und liebst es. Dämlich scheint gestern gewesen zu sein.
Zum Ende klingt der Tag wie das Theme aus Vergiss mein nicht.
Ein Kommentar
Ich mag das Foto gerne, wahrscheinlich weil ein Herz drauf ist, und was ich noch mag, ist das Wort “Phase”, besonders wenn man es rückblickend betrachten kann.